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PETITE MESSE SOLENNELLE – Originalfassung für 12 Solisten (Passy, 1863)

PETITE MESSE SOLENNELLE – Originalfassung für 12 Solisten (Passy, 1863)

Velut Luna

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PETITE MESSE SOLENNELLE  (CVLD297)

Originalversion für 12 Solisten (Passy,1863)

Verfügbar in: HD-Datei, CD

GLORIA 30:59

#2 Gloria in excelsis Deo  0.47

#3 Et in terra pax hominibus (Solisten: Tang, Marcuzzi, Statsyuk, Toso)  1:47

#4 Gratias agimus tibi (Solisten: Li, Rossetto, Wang)  4:13

#5 Domine Deus (Solist: Biscontin)  5:14

#6 Qui tollis (Solisten: Tang, Li)  6:02

#7 Quoniam (Solist: Ingrasciotta)  7:16

#8 Cum Sancto Spiritu  5:40

CREDO 16:54

#9 Credo in unum Deum (Solisten: Tang, Marcuzzi, Statsyuk, Toso)  4:14

10 Crucifixus (Solist: Corò)  3:15

11 Et resurrexit  (Solisten: Tang, Marcuzzi, Statsyuk, Toso)  4:42

12 Et vitam venturi  4:13

OFFERTORIUM

13 Prélude religieux  7:43

SANCTUS 9:31

14 Sanctus (Solisten: Tang, Marcuzzi, Statsyuk, Toso)  4:04

15 O salutaris hostia (Solist: Cimolin)  5:27

AGNUS DEI

16 Agnus Dei (Solist: Girardello)  8:10

     Gesamtzeit: 79:20


Arianna Cimolin, Valentina Corò, Miao Tang Soprane / Valeria Girardello, Huijao Li, Ludovica Marcuzzi Altistinnen

Andrea Biscontin, Diego Rossetto, Nikolaj Statsyuk Tenöre / Paolo Ingrasciotta, Francesco Toso, Chenlong Wang Bässe

Alberto Boischio Klavier I / Manuel Ghidini Klavier II /Carlo Emilio Tortarolo Harmonium

Giovanni Battista Rigon, Dirigent

 

Produktion: VELUT LUNA

Ausführender Produzent: Marco Lincetto

Musikproduzent: Michele Sartor

Aufnahme, Mischung & Mastering: Marco Lincetto

Schnitt: Mattia Zanatta

Coverfoto: Marco Lincetto / Etienne Carjat

Innenfotos: Luigi De Frenza

Layout & Design: L'Image

„Zwölf Sänger dreier Geschlechter, Männer, Frauen und Kastraten, werden für die Aufführung ausreichen. (…) Insgesamt zwölf Cherubine.“ So schrieb der 71-jährige Rossini in die Partitur der Petite messe solennelle, die 1863 in Paris, über dreißig Jahre nach seinem rätselhaften Rückzug von der Opernbühne, komponiert wurde. Die Besetzung wird durch die Begleitung von zwei Klavieren und einem Harmonium vervollständigt: Rossini dachte nämlich an eine Aufführung im kleinen Kreis, in der privaten Kapelle der Familie Pillet-Will, der die Messe gewidmet war.

Gerade die „kammermusikalische“ Dimension dieses Meisterwerks haben wir versucht, in dieser Aufführung wiederzugewinnen, die live im Teatro Olimpico in Vicenza mit einem Ensemble junger Sänger des Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig aufgenommen wurde – wahre Talente, von denen einige bereits in den Spielplänen wichtiger Theater vertreten sind. Es handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um die erste italienische Aufführung der Originalversion, sicherlich die erste überhaupt, bei der alle Mitglieder des Ensembles abwechselnd in den Solorollen zu hören sind.

Der lateinische Text der katholischen Messe wird mal vom gesamten Ensemble intoniert (im anfänglichen Kyrie oder in den beiden großen Fugen des Cum Sancto Spiritu und des Et vitam), mal mit antiphonalen Einsätzen eines Solistenquartetts (Gloria und Sanctus) oder wirkungsvollen Solomomenten anvertraut (das Domine Deus des Tenors, das Quoniam des Basses, das Crucifixus und das Salutaris hostia des Soprans), oder in zwei- oder dreistimmige Konzerte umgesetzt (Qui tollis, Gratias agimus tibi). Auch ein rein instrumentales Intermezzo im Offertorium fehlt nicht (Prélude religieux am ersten Klavier), aber den vielleicht bewegendsten Moment der gesamten Messe reserviert Rossini der bevorzugten Altstimme, die im Antiphon mit dem Chor das ergreifende abschließende Agnus Dei intoniert.

1867, einige Jahre nach der Komposition, wird Rossini sich bemühen, die Begleitung seiner kleinen Messe zu orchestrieren (vielleicht aus Angst, dass andere Hand anlegen könnten), und in dieser Version wird sie oft aufgeführt, ebenso wie die Chorpartien oft großen Ensembles anvertraut werden, in denen die zwölf Rossinischen „Cherubine“ zu einigen Dutzend werden. Die Musik gewinnt sicherlich an Monumentalität, aber Frische, Anmut, Transparenz und die gesamte selbstironische Understatement, die sich auch in den eigenhändigen Kommentaren zur Partitur zeigen, gehen verloren: „Zwölf sind auch die Apostel in Leonardos berühmtem Fresko Das Abendmahl und – wer würde es glauben – unter deinen Jüngern gibt es einige, die falsche Noten singen! Herr, sei versichert, ich verspreche, dass es bei meinem Abendmahl keine Judas geben wird und dass meine deine Lobpreisungen und diese kleine Komposition, die leider die letzte Sünde meines Alters ist, richtig und mit Liebe singen werden.“

PETITE MESSE SOLENNELLE – Originalfassung für 12 Solisten (Passy, 1863)
PETITE MESSE SOLENNELLE – Originalfassung für 12 Solisten (Passy, 1863)
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