Fricsay dirigiert Tschaikowsky
Fricsay dirigiert Tschaikowsky
Capsa Symphōnĭa
Musikgenre: Classico
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Artikelnummer:CBH615-1
Fricsay dirigiert Tschaikowsky (CBH615)
Komponist: Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Dirigent : Ferenc Fricsay
Orchester : Berliner Philharmoniker * , Stockholm Philharmonic Orchestra ** , RIAS Sinfonieorchester***
Titel
CD 1
01 - Sinfonie Nr. 4 in f-Moll op. 36 , I. Andante sostenuto - Moderato con anima*
02 - Sinfonie Nr. 4 in f-Moll op. 37, II. Andantino in modo di canzona*
03 - Sinfonie Nr. 4 in f-Moll op. 38, III. Scherzo: pizzicato ostinato *
04 - Sinfonie Nr. 4 in f-Moll op. 39, IV. Finale: Allegro con fuoco*
05 - Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64, I. Andante - Allegro con anima**
06 - Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64, II. Andante cantabile, con alcuna licenza**
CD 2
01 - Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64, III. Valse: Allegro moderato**
02 - Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64, IV. Finale: Andante maestoso**
03 - Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op. 74 „Pathétique“, I. Adagio - Allegro con troppo***
04 - Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op. 74 „Pathétique“, II. Allegro con grazia***
05 - Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op. 74 „Pathétique“, III. Allegro molto vivace***
06 - Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op. 74 „Pathétique“, IV. Finale: Adagio lamentoso***
Ferenc Fricsay dirigiert ein Tschaikowsky-Triptychon mit Intensität und überraschender Klarheit, das drei europäische Orchester und drei Seelen der sinfonischen Sprache gegenüberstellt. Die Vierte, den Berliner Philharmonikern anvertraut, besticht durch ihren düsteren dramatischen Schwung und die Präzision der Einsätze: Fricsay betont das Schicksalsmotiv mit scharfem Schnitt und Sorgfalt der Kontraste, während das Pizzicato-Scherzo Leichtigkeit und Ironie bewahrt. Die Fünfte, dem Stockholm Philharmonic Orchestra anvertraut, bevorzugt hingegen Lyrik und Klangbrillanz; das Andante cantabile erklingt mit intimer Süße und der Walzer zeigt formale Anmut, ohne die zugrunde liegende Spannung zu opfern. Die Sechste „Pathétique“, vom RIAS Sinfonieorchester aufgeführt, bekräftigt den düsteren und schmerzhaften Charakter mit einem anfänglichen Adagio von seltener emotionaler Energie und einem Finale, das in einem klagenden Epilog von außergewöhnlicher Wirkung ausklingt. Der Gesamtklang spiegelt Fricsays Ansatz wider: strukturelle Abgrenzung, Klarheit der Farben und dramatischer Schwung, die dieses Programm zu einer überzeugenden und kohärenten Erkundung des Tschaikowsky-Universums machen. Die Bläser- und Streichersektionen dialogisieren präzise, die Pauken betonen das rhythmische Profil; die Interpreten bieten Homogenität und klangliche Plastizität. Aufnahmen, die Fricsays Vision offenbaren, der es versteht, formale Disziplin und emotionale Intensität zu verbinden, wodurch jede Bewegung charakterisiert und wiedererkennbar wird. Mit raffinierter Maßstäblichkeit.
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