SONATENFORM: LISZT, BERG, CHOPIN - GIUNTI
SONATENFORM: LISZT, BERG, CHOPIN - GIUNTI
Velut Luna
Musikgenre: Classica
Verfügbar
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Artikelnummer:CVLD224CD
DE FORMA SONATA: LISZT,BERG,CHOPIN (CVLD224)
Autor: LISZT BERG CHOPIN
Künstler: ALESSANDRA GIUNTI
Verfügbar in: HD-Datei, CD
Produktion: Velut Luna
Musikalische Produzenten: Achille Gallo & Alessandra Giunti
Toningenieur: Marco Lincetto
Schnittingenieur: Matteo Costa
Foto: Marco Lincetto
Layout: l’image
Marketing: Francesco Pesavento
Verkaufsleiter: Moreno Danieli & Patrizia Pagiaro
Presseagent: Emanuela Dalla Valle
Titel
01 - Franz Liszt - Sonate h-Moll, S178
02 - Alban Berg - Sonate h-Moll, op. 1
03 - Fryderyk Chopin - Sonate b-Moll, Nr. 2, op. 35_ Grave Doppio movimento
04 - Fryderyk Chopin - Sonate b-Moll, Nr. 2, op. 35_ Scherzo
05 - Fryderyk Chopin - Sonate b-Moll, Nr. 2, op. 35_ Marche funèbre, Lento
06 - Fryderyk Chopin - Sonate b-Moll, Nr. 2, op. 35_ Finale Presto
Anmerkungen
Klassisch. Originalkompositionen von Liszt, Berg, Chopin. Alessandra Giunti am Flügel.
88.2kHz/24bit Original Live-in-Studio-Aufnahme, gemacht in den Magister Area Studios, Preganziol, im Februar 2012.
Zwischen 1852 und 1853 komponiert, 1854 von „Breitkopf & Härtel“ in Leipzig veröffentlicht und Robert Schumann gewidmet, fällt Liszts Sonate in eine Periode des kreativen Schaffens des Komponisten, in der der Gedanke eindeutig über die Virtuosität triumphiert. Niemals zuvor hatte der Komponist ein Werk von so gewaltigen Dimensionen für das Klavier konzipiert. Als Schöpfer des Sinfonischen Gedichts, also etwas, das sich entschieden gegen die „aufklärerische“ Konstruktion der Sonatenform stellte, wagte sich Liszt an eine Komposition, die nur in geringstem Maße die formalen Voraussetzungen dieser Art künstlerischen Schaffens berücksichtigte. Es ist eine Komposition in einem einzigen Satz, in der eine vollständige Umkehrung des Genres stattfindet: Das Schema der Sonatenform wird verbogen und unwiderruflich neuen expressiven Anforderungen angepasst, mit einer gewaltigen Konstruktionsarbeit und einer fantastischen Dramatisierung aller Elemente des Diskurses. Aus diesen Prämissen versteht man, warum das Werk der traditionellen Sequenz „Exposition-Durchführung-Reprise“ entgeht und sich nach einer zyklischen Form mit dem Prinzip der thematischen Entwicklung, die dem Variationsverfahren angeglichen ist, gliedert. Die wichtigsten Satzbezeichnungen sind: Lento assai, Allegro energico, Andante sostenuto, Allegro energico, Andante sostenuto und Lento assai. Aufgrund des bisher Gesagten ist Liszts Sonate in h-Moll ein sinfonisches Gedicht für Klavier und zugleich eine wahre Enzyklopädie der musikalischen Romantik. Die einzige Klavierseite in Bergs Katalog entstand zwischen dem Sommer 1907 und 1908. 1910 auf Kosten des Autors gedruckt, erhielt sie die Opuszahl 1 und den Titel Sonate.
Sie ist einsätzig, da der junge Musiker dem Rat seines Lehrers Schönberg folgte, keine weiteren Sätze hinzuzufügen. Dennoch erscheint diese formale Struktur klassisch: eine Exposition (mit Wiederholung), eine Durchführung, Reprise und eine kurze Coda. Alles präzise konstruiert und mit bemerkenswerter Ökonomie des thematischen Materials artikuliert. Doch das emotionale Klima ist weit entfernt von den Modellen des 18. Jahrhunderts: Die Chromatik – die der Diatonik gegenübergestellt wird – führt eine Spannung ein, die sich progressiv zuspitzt, um erst im Finale nach einer sehr dramatischen zentralen Explosion wieder absorbiert zu werden. In einer rigorosen Architektur drücken sich somit eine leidenschaftliche Sensibilität und alle Exzesse des romantischen Deliriums aus. Chopins Sonate op. 35 entstand um den 1837 komponierten Trauermarsch. Der erste und letzte Satz wurden zwischen 1838 und 1839 skizziert, während das Scherzo aus dem Spätsommer 1839 stammt, als die Idee aufkam, alle Sätze zu einer Sonate zu organisieren, die sich um den bereits vielen bekannten Trauermarsch gruppierte. Die Veröffentlichung erfolgte im Mai 1840. Die übliche Struktur des ersten Satzes unterscheidet sich deutlich von der traditionell vorgeschriebenen strengen Führung: Die Durchführung beispielsweise ist nicht der Moment, alle rhythmischen und harmonischen Möglichkeiten der Themen, wie in Beethovens Konzeption, auszuschöpfen, sondern der Ort, um die Expressivität der dramatischen Potenziale zu steigern; die Reprise ist nicht der natürliche Abschluss eines Stücks, sondern der Höhepunkt größter kreativer Spannung. Scherzo und Trauermarsch, obwohl sie sich als rituelle Momente der klassischen Sonate präsentieren, stellen in Wirklichkeit besondere Phasen der Komposition dar. So ist das sehr kurze abschließende Presto – das sich in Form eines Perpetuum mobile präsentiert, wo weder Melodie noch Rhythmus akzentuiert werden – eher eine Evokation der pianistischen Klangfarbe, die den beiden Händen, die parallele musikalische Linien spielen, anvertraut ist. Der außergewöhnliche Charakter, mit dem Chopin die Sonatenform und die Sorgfalt der künstlerischen Form bis zum höchsten Perfektionismus angeht, hat ein einzigartiges, äußerst seltenes und kostbares Kunstwerk geschaffen.
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