CELLO SOLO - Giambattista Valdettaro
CELLO SOLO - Giambattista Valdettaro
Velut Luna
Musikgenre: Folk
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Artikelnummer:CVLD250
CELLO SOLO - Giambattista Valdettaro (CVLD250)
Autor: Zoltan Kodali; Bernhard Cossmann; Luigi Dallapiccola
Künstler: Giambattista Valdettaro
Verfügbar in: HD-Datei
Titel
01 - Zoltan Kodaly: Sonate op. 8 - Allegro maestoso, ma appassionato
02 - Zoltan Kodaly: Sonate op. 8 - Adagio
03 - Zoltan Kodaly: Sonate op. 8 - Allegro molto vivace
04 - Bernhard Cossmann: Konzert-Etüde in C-Dur op. 10 Nr. 3
05 - Luigi Dalla Piccola: Ciaccona
06 - Luigi Dalla Piccola: Intermezzo
07 - Luigi Dalla Piccola: Adagio
Anmerkungen
"GIAMBATTISTA VALDETTARO"
Er begann sein Cellostudium in Verona, seiner Geburtsstadt, unter der Leitung von Cesare Bonzanini (einem der berühmtesten Schüler von Camillo Oblach) und setzte es bei Benedetto Mazzacurati fort, wobei er am Konservatorium "San Pietro a Majella" in Neapel mit Bestnote und Auszeichnung abschloss. Später perfektionierte er sein Spiel in Neapel bei Willy La Volpe und in Zürich bei Pierre Fournier.
Er begann seine Karriere 1965 mit einer Tournee in den USA und Kanada als erster Cellist mit dem Kammerorchester "San Pietro a Majella" unter der Leitung von Renato Ruotolo, wobei er auch eine solistische Rolle spielte.
Als Solist und in verschiedenen Kammerformationen spielte er außerdem in Europa und Italien. Als Solist mit Orchester spielte er mit verschiedenen Dirigenten wie Gabriele Gandini, Umberto Cattini, Angelo Campori, Wolfgang Scheidt, Piero Bellugi.
Seit 1971 bildet er ein festes Duo mit der Pianistin Ines Scarlino, mit der er Konzerte in Italien und im Ausland gab. Im Laufe seiner kammermusikalischen Tätigkeit hatte er auch die Gelegenheit, mit zahlreichen bedeutenden italienischen und ausländischen Partnern zusammenzuarbeiten.
Er war erster Cellist einiger wichtiger italienischer Orchester, darunter die Pomeriggi Musicali in Mailand, die Filarmonia Veneta und das Orchester des Teatro La Fenice in Venedig.
1987 veröffentlichte er beim Verlag Zanibon eine Revision der Bach-Suiten für Cello solo (2003 vom Armelin-Verlag neu aufgelegt) und führte diese anschließend vollständig bei den Festivals von Peñíscola (Spanien 1991), Engelberg (Schweiz, 1992) und in Florenz (Florence Symphonietta, 1994) auf.
1998 erschien seine Schallplattenaufnahme derselben Suiten, produziert von Sicut Sol editrice und vertrieben von der Zeitschrift Fedeltà del Suono, die von der maßgeblichsten Kritik (CD classics, Amadeus) positiv aufgenommen wurde.
Von 1971 bis 2009 war er Cellolehrer am Konservatorium von Padua. Er spielt ein venezianisches Cello aus dem 18. Jahrhundert, das einem Kunsthandwerker der Montagnana-Schule zugeschrieben wird. Mit diesem Instrument hat er die vorliegende Aufnahme gemacht, wobei er zwei von Walter Barbiero gebaute Bögen verwendete.
Zoltàn Kodàly (Kecskemét 1882 - Budapest 1967)
Er ist, zusammen mit Béla Bartòk, der bedeutendste ungarische Komponist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und, wie Bartòk, ein Erforscher der ungarischen Musikkultur. Auch in diesem Werk wird das folkloristische Material, in den drei Sätzen, in die die Sonate unterteilt ist, mal rhapsodisch, mal mit einer stärkeren rhythmischen Gliederung verarbeitet, wobei die virtuosen und klanglichen Möglichkeiten des Instruments gekonnt genutzt werden.
Bernhard Cossmann (Dessau 1822 - Frankfurt am Main 1910)
Deutscher Virtuose, 1860 zum Professor am Moskauer Konservatorium ernannt; gilt als Begründer der russischen Celloschule. Später, 1878, Professor in Frankfurt am Main. Er war mit dem italienischen Cellisten Alfredo Piatti befreundet, dem er seine berühmten zwölf Capricen widmete.
Luigi Dallapiccola (Pisino, Istrien 1904 - Florenz 1975)
Nach anfänglich mitteleuropäischer Ausbildung zog er 1922 nach Florenz, wo er sein Studium bei Vito Frazzi beendete und sein ganzes Leben verbrachte. Anfang der 1940er Jahre wechselte seine musikalische Sprache zur Zwölftontechnik, deren bedeutendster Vertreter in Italien er wurde.
Seine Freundschaft mit dem spanischen Cellisten Gaspar Cassadò trug zur Entstehung zweier Werke bei: Ciaccona, Intermezzo und Adagio für Cello solo (1945) und Dialoghi für Cello und Orchester (1960). Die poetische Bedeutung von Ciaccona, Intermezzo und Adagio lässt sich vollkommen verstehen, wenn man bedenkt, dass der Autor am Ende des letzten Stücks schreibt: September 1945 DEO GRATIAS. Tatsächlich scheint dieses Werk fast eine Zusammenfassung der eben überstandenen Tragödie zu sein: Nach den ersten beiden Sätzen, die von einer unerbittlichen Dramatik geprägt sind, die sich immer wieder aufdrängt (nur gelegentlich von zarteren Momenten unterbrochen), vermitteln im Adagio die sehr langsamen anfänglichen Quintintervalle (pianissimo, farblos, schreibt Dallapiccola) ein Gefühl der absoluten Leere: die Trümmer, aus denen nach einer Weile ein Hauch von Hoffnung aufsteigt…
- Giambattista Valdettaro
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